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Welcher Online-Broker passt zu Ihnen? Die Top-Anbieter 2026
Beste Online Broker gesucht? Unsere Partner-Plattformen 2026
Neben dem Wertpapier-Ratgeber listen wir hier die Angebote unserer Werbepartner. Bewertet wurden Auszahlungstempo, Lizenzlage, Bedienung und Bonusbedingungen.
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| Plattform | Bewertung | Startangebot | Stärke | Krypto |
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| Aufsicht | BaFin oder EU-Regulierer genannt | Sitz außerhalb der EU, keine Lizenzangabe |
| Steuer | Abgeltungsteuer wird automatisch abgeführt | Selbstveranlagung nötig |
| Preisliste | Fremdkosten und Spreads offen ausgewiesen | Nur „ab 0 €" ohne Details |
| Sparpläne | Ab kleinen Raten, flexibel pausierbar | Hohe Mindestrate, Ausführungsgebühr |
| Erreichbarkeit | Telefon, Chat und deutschsprachiger Support | Nur Ticketsystem |
Der beste Online Broker 2026: Worauf es wirklich ankommt
Wer heute Aktien, ETFs oder Anleihen kaufen möchte, muss dafür längst nicht mehr in eine Bankfiliale gehen. Ein paar Minuten am Smartphone genügen, und schon ist ein Wertpapierdepot eröffnet. Doch genau diese große Auswahl macht die Entscheidung schwer: Welcher Anbieter ist für Sie der beste Online Broker? Die ehrliche Antwort lautet, dass es den einen perfekten Broker für alle nicht gibt. Es gibt aber für jedes Anlegerprofil einen Anbieter, der besonders gut passt. Ob Sie monatlich eine kleine Sparrate in einen ETF investieren, aktiv mit Einzelaktien handeln oder neben Wertpapieren auch Krypto im Blick behalten möchten, entscheidet maßgeblich darüber, welches Depot zu Ihnen passt.
In diesem Ratgeber erklären wir, nach welchen Kriterien wir Online-Broker bewerten, welche Anbieter 2026 in Deutschland besonders überzeugen und wo die feinen Unterschiede liegen. Statt pauschaler Empfehlungen finden Sie hier eine strukturierte Orientierung: von den Ordergebühren über die Handelsplätze bis hin zur Einlagensicherung und zum Kundenservice. So können Sie selbst einschätzen, welches Angebot zu Ihren Zielen, Ihrem Budget und Ihrem Anlageverhalten passt.
Ein wichtiger Hinweis vorab: Konditionen am Brokermarkt ändern sich regelmäßig. Neue Preismodelle, Aktionen mit Bonus-Zahlungen oder geänderte Zinsen auf das Verrechnungskonto kommen und gehen. Prüfen Sie deshalb vor der Depoteröffnung immer das aktuelle Preis- und Leistungsverzeichnis des jeweiligen Anbieters. Unsere Einschätzungen spiegeln die Marktlage zum Zeitpunkt der Erstellung wider und sollen Ihnen vor allem helfen, die richtigen Fragen zu stellen.
Gleichzeitig lohnt es sich, den Blick nicht ausschließlich auf den Preis zu richten. Ein Depot begleitet Sie im Idealfall über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte. In dieser Zeit verändern sich Ihre Lebensumstände, Ihre Anlagebeträge und vielleicht auch Ihre Strategie. Der beste Online Broker ist deshalb einer, der nicht nur heute günstig ist, sondern auch langfristig verlässlich, transparent und flexibel bleibt.
Unsere Testkriterien: So bewerten wir Online-Broker
Damit ein Vergleich aussagekräftig ist, braucht es klare Maßstäbe. In unserem Bewertungsmodell betrachten wir jeden Anbieter anhand mehrerer Kategorien, die wir je nach Anlegertyp unterschiedlich gewichten. Wer langfristig per Sparplan investiert, hat andere Prioritäten als jemand, der mehrmals pro Woche Aktien kauft und verkauft.
1. Kosten für Depot und Orders
Die Kostenstruktur ist für die meisten Anlegerinnen und Anleger das wichtigste Kriterium. Dazu gehören Depotführungsgebühren, Ordergebühren pro Kauf und Verkauf, Fremdkosten der Handelsplätze, Gebühren für Sparpläne sowie mögliche Negativposten wie Kosten für Auslandsaktien oder Währungsumrechnung. Seriöse Broker verlangen heute in aller Regel keine Depotgebühr mehr. Die eigentlichen Unterschiede zeigen sich bei den Transaktionskosten und im Kleingedruckten.
2. Produktauswahl und Handelsmöglichkeiten
Ein gutes Depot bietet Zugang zu einer breiten Palette an Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen und gegebenenfalls Derivaten. Wichtig ist auch, wie viele Wertpapiere sparplanfähig sind und ab welcher Sparrate man einsteigen kann. Bei manchen Anbietern sind Hunderte ETFs verfügbar, bei anderen mehrere Tausend. Wer gezielt in Nischen investieren möchte, etwa in Small Caps aus Asien oder in bestimmte Anleihen, sollte die Produktauswahl genau prüfen.
3. Handelsplätze und Ausführungsqualität
Viele Neobroker setzen auf einen einzigen Handelsplatz, häufig eine außerbörsliche Plattform oder eine Regionalbörse wie gettex. Klassische Direktbanken bieten dagegen in der Regel Zugang zu Xetra, allen deutschen Börsenplätzen und zahlreichen Auslandsbörsen. Mehr Auswahl bedeutet nicht automatisch bessere Preise, gibt Ihnen aber mehr Kontrolle, gerade bei weniger liquiden Werten.
4. Ordertypen und Bedienbarkeit
Neben der einfachen Market-Order sollten mindestens Limit-, Stop-Loss- und Stop-Limit-Orders verfügbar sein. Fortgeschrittene Trader schätzen zusätzlich Trailing-Stops oder One-Cancels-Other-Orders. Ebenso entscheidend ist die Bedienung: Lassen sich Kurse, Charts und Kennzahlen übersichtlich anzeigen? Funktioniert die App stabil, auch bei hohen Marktschwankungen? Gibt es eine vollwertige Desktop-Version?
5. Sicherheit, Regulierung und Einlagensicherung
Wertpapiere sind Sondervermögen und gehören auch bei einer Insolvenz des Brokers weiterhin Ihnen. Für das Guthaben auf dem Verrechnungskonto greift die gesetzliche Einlagensicherung in der EU bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Wir prüfen außerdem, ob ein Anbieter eine eigene Banklizenz besitzt oder mit einer Partnerbank wie der Baader Bank zusammenarbeitet, und welche Aufsichtsbehörde zuständig ist.
6. Service, Steuern und Zusatzleistungen
Ein deutscher Broker führt die Abgeltungsteuer automatisch ab und berücksichtigt Ihren Freistellungsauftrag. Bei ausländischen Anbietern müssen Sie Kapitalerträge dagegen oft selbst in der Steuererklärung angeben. Hinzu kommen Faktoren wie Erreichbarkeit des Kundenservice, Zinsen auf das Guthaben, Möglichkeiten für Kinderdepots oder Gemeinschaftsdepots sowie ein unkomplizierter Depotübertrag.
Aus diesen Kategorien ergibt sich ein Gesamtbild. Ergänzend werfen wir einen Blick auf öffentlich verfügbare Bewertungen von Nutzerinnen und Nutzern sowie auf Vergleiche unabhängiger Verbraucherportale wie Finanztip, Stiftung Warentest oder Biallo. Diese Quellen helfen dabei, wiederkehrende Probleme etwa beim Kundenservice oder bei technischen Ausfällen zu erkennen.
Die Top-Anbieter 2026 im Vergleich
Die folgende Tabelle gibt einen kompakten Überblick über bekannte Online-Broker in Deutschland. Sie ersetzt keinen individuellen Blick in die Preisverzeichnisse, zeigt aber, wo die Stärken der einzelnen Anbieter liegen. Die genannten Konditionen sind typische Richtwerte und können sich ändern.
| Anbieter | Kategorie | Typische Orderkosten | ETF-Sparpläne | Handelsplätze | Besonders geeignet für |
|---|---|---|---|---|---|
| Trade Republic | Neobroker | ca. 1 € Fremdkostenpauschale | kostenlos, ab kleiner Sparrate | überwiegend LS Exchange, ausgewählte Alternativen | Einsteiger, Sparplan-Anleger |
| Scalable Capital | Neobroker | ab ca. 0,99 € oder Flatrate-Modell | kostenlos | gettex, eigene Börse, teils Xetra | Vielhändler, Sparplan-Anleger |
| finanzen.net zero | Neobroker | 0 € ab Mindestordervolumen | kostenlos | gettex | Kostenbewusste Anleger |
| Smartbroker+ | Neo-Broker mit Banklizenz der Partnerbank | 0 € über gettex ab Mindestvolumen, sonst Gebühr | kostenlos | gettex, Xetra, weitere Börsen | Anleger mit Wunsch nach Börsenauswahl |
| Traders Place | Online-Broker | günstige Pauschalen je nach Handelsplatz | kostenlos | gettex, Xetra, Auslandsbörsen | Aktive Anleger |
| ING | Direktbank | Grundgebühr plus prozentualer Anteil | zahlreiche ETFs kostenlos | Xetra, deutsche und internationale Börsen, Direkthandel | Anleger mit Girokonto-Wunsch aus einer Hand |
| comdirect / Consorsbank | Direktbank | höher, häufig Aktionskonditionen | breite Auswahl, teils kostenpflichtig | sehr große Börsenauswahl | Anleger mit Fokus auf Service und Auswahl |
Trade Republic: Der Pionier unter den Neobrokern
Trade Republic hat den Markt für günstiges Trading in Deutschland maßgeblich geprägt. Das Modell ist simpel: Pro Order fällt eine geringe Fremdkostenpauschale an, Sparpläne auf ETFs, Aktien und Derivate sind kostenlos. Inzwischen verfügt der Anbieter über eine eigene Vollbanklizenz, bietet ein Girokonto mit Karte an und verzinst Guthaben auf dem Verrechnungskonto. Die App ist bewusst reduziert gestaltet und dadurch besonders für Einsteiger zugänglich. Wer jedoch Wert auf eine große Auswahl an Handelsplätzen oder umfangreiche Analysetools legt, stößt schneller an Grenzen.
Scalable Capital: Flexibel zwischen Gratis- und Flatrate-Modell
Scalable Capital bietet unterschiedliche Preismodelle an: ein Basismodell mit niedriger Gebühr pro Order und ein Abo-Modell, bei dem Trades ab einem bestimmten Ordervolumen ohne zusätzliche Ordergebühr möglich sind. Für Menschen, die häufig handeln, kann sich die Flatrate schnell rechnen. Positiv fällt die große Auswahl an sparplanfähigen ETFs und Aktien auf. Auch Zinsen auf nicht investiertes Guthaben, teils an Bedingungen geknüpft, sind ein Argument. Ursprünglich arbeitete Scalable eng mit der Baader Bank zusammen, mittlerweile hat sich die Struktur weiterentwickelt.
finanzen.net zero und Smartbroker+: Null-Euro-Orders mit Bedingungen
Beide Anbieter werben mit Orders für 0 Euro, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, typischerweise ein Mindestordervolumen und der Handel über gettex. Darunter fallen Gebühren an. Smartbroker+ ermöglicht zusätzlich den Handel an weiteren Börsen wie Xetra, allerdings gegen Gebühr. Für Anleger, die eher größere Einzelbeträge investieren, sind diese Modelle sehr attraktiv. Wer häufig kleine Beträge bewegt, sollte genau nachrechnen.
Traders Place: Die günstige Alternative mit Börsenauswahl
Traders Place ist weniger bekannt als die großen Neobroker, bietet aber eine interessante Mischung aus niedrigen Kosten und breiterer Börsenauswahl. Gerade Anleger, die gelegentlich an Xetra oder an ausländischen Handelsplätzen kaufen möchten, finden hier ein solides Angebot. Die Oberfläche ist funktional, wirkt aber weniger verspielt als bei den reinen App-Brokern.
ING, comdirect und Consorsbank: Die etablierten Direktbanken
Die großen Direktbanken punkten mit Erfahrung, umfassendem Service und einer vollständigen Bankpalette inklusive Girokonto, Tagesgeld und Festgeld. Die ING etwa bietet viele ETF-Sparpläne ohne Ausführungsgebühr an und ist für Kunden attraktiv, die alles bei einer Bank bündeln möchten. Bei Einzelorders sind die Kosten allerdings meist deutlich höher als bei Neobrokern. comdirect und Consorsbank überzeugen durch eine besonders große Auswahl an Handelsplätzen und Produkten, verlangen dafür aber entsprechend mehr. Regelmäßige Aktionen mit reduzierten Gebühren oder einem Bonus für den Depotwechsel können die Kosten jedoch spürbar senken.
Neobroker, Direktbank oder Filialbank: Die Unterschiede im Überblick
Um zu verstehen, welcher Anbieter für Sie der beste Online Broker ist, hilft ein Blick auf die drei grundlegenden Modelle am Markt. Sie unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern auch in Philosophie, Leistungsumfang und Zielgruppe.
Neobroker: Günstig, digital, fokussiert
Neobroker sind in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Ihr Geschäftsmodell basiert auf schlanken Strukturen, einer App-zentrierten Bedienung und der Konzentration auf wenige Handelsplätze. Ein Teil der Erlöse stammt aus Rückvergütungen der Handelspartner, dem sogenannten Payment for Order Flow, das in der EU allerdings schrittweise eingeschränkt wird. Für Sie als Kunde bedeutet das vor allem: sehr niedrige Gebühren, schnelle Kontoeröffnung und eine leicht verständliche Oberfläche.
Die Kehrseite ist eine eingeschränktere Auswahl. Wer an einem bestimmten Börsenplatz handeln möchte, Anleihen außerhalb des Standardsortiments sucht oder einen persönlichen Ansprechpartner per Telefon schätzt, wird bei Neobrokern nicht immer fündig. Zudem können Außerbörsliche Handelsplätze außerhalb der Hauptbörsenzeiten mit breiteren Spreads arbeiten.
Direktbanken: Der solide Mittelweg
Direktbanken wie ING, comdirect, Consorsbank, DKB oder flatex bieten ihre Leistungen ebenfalls online an, verfügen aber über ein breiteres Angebot. Neben dem Depot gibt es Girokonten, Kredite, Tagesgeld und Festgeld. Sie ermöglichen den Handel an nahezu allen deutschen Börsenplätzen sowie an vielen internationalen Börsen. Der Kundenservice ist in der Regel telefonisch erreichbar, und die Plattformen bieten ausführliche Informationen zu Wertpapieren, Kennzahlen und Analysen.
Preislich liegen Direktbanken zwischen Neobrokern und Filialbanken. Für Sparplan-Anleger sind die Unterschiede oft gering, da viele ETF-Sparpläne auch hier kostenlos oder sehr günstig sind. Bei Einzelorders fällt die Differenz deutlicher aus.
Filialbanken: Beratung zum höheren Preis
Sparkassen, Volksbanken und große Geschäftsbanken bieten ebenfalls Wertpapierdepots an, häufig verbunden mit persönlicher Beratung. Diese hat jedoch ihren Preis. Depotgebühren, höhere Ordergebühren und teils prozentuale Kosten summieren sich über die Jahre erheblich. Hinzu kommt, dass Beratung in Filialbanken oft auf hauseigene Fondsprodukte mit laufenden Kosten ausgerichtet ist. Wer bereit ist, sich selbst ein wenig mit dem Thema auseinanderzusetzen, kann durch einen Wechsel zu einem Online-Broker über die Jahre leicht mehrere Tausend Euro sparen.
Ein Rechenbeispiel verdeutlicht den Unterschied: Wer bei einer Filialbank eine Depotgebühr von 40 Euro im Jahr zahlt und viermal pro Jahr eine Order mit Kosten von jeweils 25 Euro aufgibt, kommt auf 140 Euro jährlich. Über 20 Jahre ergeben sich so 2.800 Euro, ohne Berücksichtigung des Zinseszinseffekts. Bei einem günstigen Online-Broker liegen dieselben Transaktionen oft bei unter 10 Euro pro Jahr.
Kosten im Detail: Ordergebühren, Spread und Handelsplätze
Auf den ersten Blick wirken viele Angebote ähnlich: „Ab 0 Euro“ oder „1 Euro pro Trade“ sind gängige Werbebotschaften. Wer genauer hinschaut, entdeckt aber deutliche Unterschiede. Ein guter Vergleich berücksichtigt deshalb sämtliche Kostenbestandteile, nicht nur die beworbene Ordergebühr.
Ordergebühren und Fremdkosten
Die Ordergebühr ist der Betrag, den der Broker selbst für die Ausführung verlangt. Hinzu kommen bei vielen Anbietern Fremdkosten, also Entgelte der Börse oder des Handelspartners. Manche Broker weisen diese getrennt aus, andere bündeln sie in einer Pauschale. Bei Direktbanken kommen oft Börsenentgelte, Maklercourtage und Handelsplatzgebühren hinzu, die bei kleineren Orderbeträgen prozentual stark ins Gewicht fallen können.
Der Spread: Versteckte Kosten beim Kauf und Verkauf
Der Spread ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs eines Wertpapiers. Er fällt bei jedem Handel an, wird aber nicht als Gebühr ausgewiesen. Bei sehr liquiden Werten wie großen DAX-Aktien oder breit gestreuten ETFs ist der Spread gering. Bei Nebenwerten, exotischen ETFs oder außerhalb der Hauptbörsenzeiten kann er deutlich größer ausfallen. Gerade hier zeigt sich, warum der Handelsplatz eine Rolle spielt: Eine Börse mit hoher Liquidität wie Xetra bietet bei vielen Titeln enge Spreads, außerbörsliche Plattformen sind tagsüber oft vergleichbar, abends und am Wochenende aber teils teurer.
Xetra, gettex und außerbörslicher Handel
Xetra ist das elektronische Handelssystem der Deutschen Börse und der wichtigste Handelsplatz für deutsche Aktien und ETFs. Hier werden die meisten Umsätze erzielt, was zu fairen Kursen führt. Allerdings ist der Handel auf die regulären Börsenzeiten beschränkt und meist mit höheren Gebühren verbunden.
gettex ist ein Handelsplatz der Börse München mit langen Handelszeiten und ohne Courtage. Viele günstige Broker setzen auf gettex, weil hier Orders ohne zusätzliche Börsenentgelte möglich sind. Die Preise orientieren sich an den Referenzmärkten und sind während der Hauptbörsenzeit meist wettbewerbsfähig.
Außerbörsliche Handelsplätze wie LS Exchange oder Tradegate sind ebenfalls weit verbreitet. Sie bieten lange Handelszeiten und schnelle Ausführung. Wichtig ist, dass Ihr Broker die Pflicht zur bestmöglichen Ausführung ernst nimmt und dass Sie die Möglichkeit haben, mit einem Limit Ihren maximalen Kaufpreis oder minimalen Verkaufspreis festzulegen.
Warum Limit-Orders so wichtig sind
Mit einer Limit-Order bestimmen Sie den Preis, zu dem Ihre Order höchstens oder mindestens ausgeführt werden soll. Gerade bei volatilen Märkten oder großen Spreads schützt Sie das vor unangenehmen Überraschungen. Eine unlimitierte Market-Order wird dagegen zum nächstmöglichen Kurs ausgeführt, was in hektischen Phasen erheblich vom zuletzt angezeigten Kurs abweichen kann. Ein guter Broker bietet Limit-Orders ohne Aufpreis an und erklärt in der App verständlich, wie sie funktionieren.
Weitere Kostenfallen
- Währungsumrechnung: Beim Kauf von Aktien an ausländischen Börsen fallen häufig Gebühren für den Währungstausch an.
- Ausschüttungen ausländischer Wertpapiere: Manche Broker erheben Gebühren für die Gutschrift von Dividenden in Fremdwährung.
- Negativzinsen oder Verwahrentgelte: Heute selten, aber prüfenswert bei hohen Guthaben.
- Inaktivitätsgebühren: Bei seriösen deutschen Anbietern unüblich, bei einigen ausländischen Plattformen jedoch vorhanden.
- Depotübertrag ausgehend: Der Wechsel zu einem anderen Broker ist in Deutschland für Inlandspositionen kostenlos, bei Auslandspositionen können Gebühren anfallen.
Erst wenn Sie all diese Punkte zusammennehmen, ergibt sich ein realistisches Bild. Der beste Online Broker ist nicht automatisch derjenige mit der niedrigsten beworbenen Gebühr, sondern derjenige, bei dem die Gesamtkosten für Ihr persönliches Anlageverhalten am geringsten sind.
Für wen eignet sich welcher Broker?
Nachdem die Grundlagen geklärt sind, stellt sich die entscheidende Frage: Welcher Anbieter passt zu Ihrem Profil? Wir haben typische Anlegertypen zusammengestellt und zeigen, worauf es in jeder Gruppe besonders ankommt.
Einsteiger mit kleinem Budget
Wer gerade erst mit dem Investieren beginnt, braucht vor allem eine einfache Bedienung, niedrige Kosten und die Möglichkeit, schon mit kleinen Beträgen zu starten. Neobroker wie Trade Republic oder Scalable Capital sind hier besonders beliebt. Eine Sparrate ab wenigen Euro pro Monat ist möglich, und Sparpläne verursachen keine Ausführungsgebühren. Für viele Einsteiger ist der beste Online Broker daher einer, der den Einstieg so unkompliziert wie möglich macht, ohne versteckte Kosten.
Ein typischer Gedanke vieler Neulinge lautet: „Welchen Broker solltest du nehmen, wenn du einfach nur einen ETF besparen möchtest?“ Die Antwort ist in diesem Fall erfreulich einfach: Fast jeder günstige Anbieter mit kostenlosen ETF-Sparplänen erfüllt diesen Zweck gut. Wichtiger als die Wahl zwischen zwei sehr ähnlichen Neobrokern ist es, überhaupt regelmäßig zu investieren und langfristig dabeizubleiben.
Langfristige Sparplan-Anleger
Wer konsequent über Jahre per Sparplan investiert, sollte auf eine große Auswahl kostenloser ETF-Sparpläne, flexible Ausführungstermine und die Möglichkeit achten, Sparraten jederzeit anzupassen oder auszusetzen. Auch die automatische Wiederanlage von Ausschüttungen kann sinnvoll sein. Direktbanken wie die ING bieten hier ebenfalls attraktive Konditionen, gerade wenn Sie Ihr Girokonto ohnehin dort führen.
Aktive Trader
Für Menschen, die mehrmals pro Woche oder sogar täglich handeln, zählen niedrige Kosten pro Trade, eine große Auswahl an Ordertypen, schnelle Ausführung und leistungsfähige Charts. Flatrate-Modelle können sich hier besonders lohnen. Zusätzlich spielt die Auswahl der Handelsplätze eine Rolle, um jeweils den besten Kurs zu erzielen. Traders Place, Smartbroker+ oder die Abo-Modelle der Neobroker sind in dieser Gruppe häufig erste Wahl. Wer mit Hebelprodukten wie Optionsscheinen, Knock-out-Zertifikaten oder CFDs handeln möchte, sollte sich der hohen Verlustrisiken bewusst sein: Laut Pflichtangaben vieler Anbieter verliert ein Großteil der Privatanleger mit CFDs Geld.
Anleger mit Interesse an Krypto
Viele Neobroker bieten inzwischen auch den Handel mit Kryptowährungen an, häufig über Kooperationspartner. Wer eine größere Auswahl an Coins sucht oder Krypto in eine eigene Wallet übertragen möchte, ist bei spezialisierten Plattformen wie Bitpanda oder einer regulierten Kryptobörse oft besser aufgehoben. Achten Sie in jedem Fall auf eine Lizenz nach der europäischen MiCA-Verordnung, transparente Gebühren und die Frage, ob Sie die Coins tatsächlich besitzen oder nur einen Anspruch darauf erwerben. Kryptowährungen unterliegen keiner Einlagensicherung und sind stark schwankend.
Sicherheitsorientierte Anleger und Zinssparer
Nicht jeder möchte sein gesamtes Geld in Aktien investieren. Wer einen Teil seines Vermögens sicher parken will, kann auf Tagesgeld, Festgeld oder Geldmarktfonds setzen. Geldmarktfonds und Geldmarkt-ETFs bilden kurzfristige Zinsen ab, sind börsentäglich handelbar und gelten als Sondervermögen. Viele Online-Broker bieten zudem eine Verzinsung des Verrechnungskontos an. Direktbanken haben den Vorteil, dass sie Festgeld-Angebote und Depot unter einem Dach bündeln. Wer aktuelle Zinsangebote vergleichen möchte, findet bei Portalen wie Biallo regelmäßig aktualisierte Übersichten.
Anleger mit großem Depot und internationalem Fokus
Ab einem gewissen Vermögen und bei breiter internationaler Streuung rücken Faktoren wie die Börsenauswahl, die Qualität der Ausführung, Wertpapierkredite und ein kompetenter Kundenservice in den Vordergrund. Hier spielen etablierte Direktbanken ihre Stärken aus. Manche erfahrene Anleger nutzen auch zwei Depots parallel: eines bei einem günstigen Neobroker für Sparpläne und eines bei einer Direktbank für spezielle Käufe an ausländischen Börsen.
Schritt für Schritt zum passenden Depot
Die Eröffnung eines Depots ist heute in der Regel in weniger als einer halben Stunde erledigt. Damit Sie dabei nichts übersehen, haben wir den Ablauf in einzelne Schritte gegliedert.
Schritt 1: Anlageziele und Budget festlegen
Überlegen Sie zunächst, was Sie mit Ihrem Depot erreichen wollen. Möchten Sie langfristig für den Ruhestand vorsorgen, ein Ziel in fünf Jahren finanzieren oder aktiv mit Aktien handeln? Wie hoch soll Ihre monatliche Sparrate sein, und wie viel Geld möchten Sie einmalig investieren? Diese Antworten bestimmen, welche Kostenbestandteile für Sie besonders relevant sind.
Schritt 2: Anbieter vergleichen
Nutzen Sie die Tabelle oben als Ausgangspunkt und vergleichen Sie die Anbieter, die zu Ihrem Profil passen. Werfen Sie einen Blick in die Preis- und Leistungsverzeichnisse, prüfen Sie die Verfügbarkeit Ihrer Wunsch-ETFs und lesen Sie aktuelle Erfahrungsberichte. Lassen Sie sich nicht allein von einem Bonus oder einer zeitlich befristeten Aktion leiten. Ein Wechselbonus ist eine nette Zugabe, sollte aber nicht das ausschlaggebende Kriterium sein.
Schritt 3: Online-Antrag ausfüllen
Für die Kontoeröffnung benötigen Sie persönliche Daten, Ihre Steuer-Identifikationsnummer und Angaben zu Ihren Erfahrungen mit Wertpapieren. Letztere sind gesetzlich vorgeschrieben, damit der Broker einschätzen kann, ob bestimmte Produkte für Sie geeignet sind. Antworten Sie ehrlich, denn diese Angaben dienen Ihrem Schutz.
Schritt 4: Identität bestätigen
Die Legitimation erfolgt meist per Video-Ident, eID-Funktion des Personalausweises oder über ein Bank-Ident-Verfahren. Bei einigen Anbietern ist auch Post-Ident in einer Filiale möglich. Nach erfolgreicher Prüfung wird das Depot in der Regel innerhalb weniger Minuten bis Tage freigeschaltet.
Schritt 5: Freistellungsauftrag einrichten
Damit Kapitalerträge bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person beziehungsweise 2.000 Euro bei zusammenveranlagten Paaren steuerfrei bleiben, sollten Sie direkt einen Freistellungsauftrag erteilen. Haben Sie mehrere Depots oder Konten, können Sie den Betrag frei aufteilen. Insgesamt darf der Pauschbetrag jedoch nicht überschritten werden.
Schritt 6: Geld einzahlen und erste Order aufgeben
Überweisen Sie Geld auf Ihr Verrechnungskonto oder nutzen Sie, falls angeboten, eine Sofortüberweisung. Anschließend können Sie Ihren ersten Sparplan einrichten oder eine Einzelorder aufgeben. Bei Einzelorders empfehlen wir, insbesondere bei weniger gehandelten Wertpapieren ein Limit zu setzen und vorher den Spread zu prüfen.
Depotwechsel: So ziehen Sie mit Ihren Wertpapieren um
Falls Sie bereits ein Depot bei einer teuren Bank besitzen, müssen Sie Ihre Wertpapiere nicht verkaufen, um zu wechseln. Stattdessen beauftragen Sie einen Depotübertrag. Der neue Broker stellt dafür in der Regel ein Formular bereit oder übernimmt den Prozess sogar vollständig. Ihre Wertpapiere werden samt steuerlich relevanter Anschaffungsdaten übertragen. Für deutsche Wertpapiere ist der Übertrag kostenlos. Planen Sie etwas Zeit ein, denn je nach Bank kann der Vorgang einige Tage bis wenige Wochen dauern. Laufende Sparpläne müssen beim neuen Anbieter neu eingerichtet werden.
Checkliste: Daran erkennen Sie einen guten Online-Broker
- Keine Depotführungsgebühr
- Transparente, niedrige Ordergebühren inklusive Fremdkosten
- Große Auswahl an kostenlosen ETF-Sparplänen
- Limit-, Stop- und weitere gängige Ordertypen ohne Aufpreis
- Regulierung in Deutschland oder der EU und gesetzliche Einlagensicherung
- Automatische Abführung der Abgeltungsteuer
- Stabile App und übersichtliche Weboberfläche
- Erreichbarer Kundenservice
- Kostenloser Depotübertrag
Wenn ein Anbieter die meisten dieser Punkte erfüllt und gleichzeitig zu Ihrem Anlageverhalten passt, haben Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit den beste Online Broker für Ihre persönlichen Bedürfnisse gefunden. Zum Abschluss noch ein Gedanke: Die Wahl des Brokers ist wichtig, aber sie ist nur ein Baustein. Mindestens genauso entscheidend sind eine breite Streuung, ein langer Anlagehorizont und die Disziplin, auch in schwierigen Marktphasen investiert zu bleiben. Unsere Empfehlungen sollen Ihnen dabei helfen, eine solide Grundlage zu schaffen, auf der Sie Ihr Vermögen Schritt für Schritt aufbauen können.
Wer hinter der Analyse steht
Häufig gestellte Fragen
Welcher ist der beste Online Broker für Anfänger?
Für Anfänger eignen sich vor allem Neobroker mit einfacher App, niedrigen Ordergebühren und kostenlosen ETF-Sparplänen, etwa Trade Republic oder Scalable Capital. Entscheidend ist, dass Sie mit kleinen Beträgen starten können, die Kosten transparent sind und der Broker die Abgeltungsteuer automatisch abführt. Wer zusätzlich ein Girokonto aus einer Hand wünscht, kann auch eine Direktbank wie die ING in Betracht ziehen. Der beste Online Broker für Einsteiger ist letztlich der, den Sie verstehen und konsequent nutzen.
Ist mein Geld bei einem Neobroker sicher?
Wertpapiere im Depot gelten als Sondervermögen und bleiben auch bei einer Insolvenz des Brokers Ihr Eigentum. Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank geschützt. Achten Sie darauf, dass der Anbieter von der BaFin oder einer anderen europäischen Aufsichtsbehörde reguliert ist. Bei Kryptowährungen gilt diese Absicherung nicht.
Kann ich mehrere Depots bei verschiedenen Brokern haben?
Ja, das ist problemlos möglich und für manche Anleger sogar sinnvoll. Ein Depot kann etwa für günstige Sparpläne dienen, ein anderes für den Handel an speziellen Börsen. Wichtig ist, dass Sie Ihren Sparerpauschbetrag über Freistellungsaufträge sinnvoll auf die verschiedenen Anbieter verteilen, ohne die Gesamtgrenze zu überschreiten.
Was kostet ein Depotwechsel?
Der Übertrag von Wertpapieren zwischen deutschen Banken und Brokern ist für inländische Wertpapiere gesetzlich kostenlos. Bei ausländischen Positionen können Fremdkosten anfallen, die manche neue Anbieter im Rahmen von Aktionen erstatten. Einige Broker zahlen beim Depotwechsel zudem einen Bonus, der an ein Mindestvolumen geknüpft ist.
Warum ist der Handelsplatz bei einer Order wichtig?
Der Handelsplatz beeinflusst sowohl die Gebühren als auch den Kurs, zu dem Ihre Order ausgeführt wird. Xetra bietet hohe Liquidität während der regulären Börsenzeiten, gettex und außerbörsliche Plattformen ermöglichen längere Handelszeiten und oft günstigere Orders. Außerhalb der Hauptzeiten können die Spreads jedoch größer sein. Mit einer Limit-Order behalten Sie unabhängig vom Handelsplatz die Kontrolle über den Preis.
Lohnt sich ein Flatrate-Modell beim Online-Broker?
Ein Flatrate- oder Abo-Modell lohnt sich vor allem für Anleger, die regelmäßig mehrere Einzelorders pro Monat aufgeben. Rechnen Sie aus, wie viele Trades Sie durchschnittlich tätigen und was diese im Basismodell kosten würden. Wer hauptsächlich per Sparplan investiert und nur selten zusätzlich kauft oder verkauft, fährt mit dem kostenlosen Basistarif in der Regel günstiger.
Sind die Partner-Plattformen auf dieser Seite Wertpapierbroker?
Nein. Die Partner im Showcase sind Glücksspielangebote mit Bonusaktionen. Für Aktien, ETFs und Anleihen benötigen Sie ein Depot bei einem regulierten Broker oder einer Bank. Glücksspiel ist keine Geldanlage und sollte nur mit Beträgen erfolgen, deren Verlust Sie verkraften.




